V69a – Wiederaufbau – die röhrentragende Einheit

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Hier wird es spannend!!

Aber um es vorwegzunehmen: das Konzept der Positionierung der Röhren habe ich „geklaut“. Die V69b Endstufe von besagten Wochenende war das Vorbild.

Das Prinzip:
genau wie im Original bildet der AÜT eine Barriere für so ziemlich alles, was die Röhren nicht hören und sehen wollen.
Das die E2a11 als Leistungstetrode im Class-A-Betrieb reichlich Wärme entwickelt, musste die wohin, wo die Abwärme „weg kann“.

Schon die Erstentwickler hatten das Konzept der horizontal angeordneten Röhren neben dem AÜT, der dann allerdings seitlich gekippt stand.

Langer Rede kurzer Sinn: die Freiverdrahtung wurde „side by side“ mit dem AÜT realisiert, die Röhren zur Front zeigend horizontal angeordnet.

Wie erfolgte die Realisierung:

1. Entwurf einer 2,5mm starken Aluträgerplatte, die senkrecht zwischen AÜT und Frontplatte zu montieren sein sollte.

Wesentliche Elemente: die beiden Endröhren, die Treiber Röhren und der Eingangsübertrager samt K-Linien Potentiometer.

In CAD entworfen, mit dem Messschieber sorgfältig gemessen, klappte die Umsetzung mit der Stepcraft im ersten Anlauf.

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Im Bild sieht man die Anordnung, die später nach vorne zur Front zeigen sollte.

2. Rückseitig erfolgte die Anbringung aller anderen Bauteile in Freiverdrahtungstechnik.

Und diese Freiverdrahtung hatte es in sich.
Zunächst verwandte ich die vorhandenen alten PIO’s und Sicatrop.
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Einer der ersten Prototypen der Freiverdrahtung, die ich schlussendlich bis zur Endversion 4 x verworfen habe.
Besonderes Augenmerk auf den Sicatrop, der über dem „dicken“ Wima trohnt.

Beim Probelauf, wurde eine Endröhre immer zu heiss und zog viel zu viel Strom.
Nach mühsamer Suche und nächtelangen Forschen stellte sich ein ausgelaufener und damit kurzschliessender Sicatrop als Ursache heraus.

V69 defekt DSC9641

Folglich wurde ausschliesslich spannungsfeste MKP4 Wima Kondensatoren verwendet.
Da hat Telefunken seinerzeit eine sehr genaue Definition unterschiedlicher Spannungsfestigkeiten vorgenommen.
So braucht der abgebildete MKP4 „eigentlich“ nur 160V Festigkeit, aber ich bin 2 Klassen höher gegangen. Meine Art von respekt gegenüber der Gesamtspannung.
Eine der wenigen Abweichungen vom Original – aber keinesfalls eine schlechte!!

An anderen Stellen sind 500V gefordert, und auch daran habe ich mich gehalten.

3. Die Anschlussleitungen wurden dann alle mit der Röhreneinheit direkt verlötet.
Lediglich die Heizleitung musste sich an einer Stelle mit einem Lüsterklemmenpaar zu Revisionszwecken zufriedengeben.

Die mit Abstand meiste Zeit und Mehrfachrevisionen habe ich auf das „Herz des Verstärkers“ verwendet.

Aber die Lösung ist überzeugend: vorne die senkrecht montierte röhrentragende Platte.

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Weiter geht es mit dem mechanischen Aufbau des Gehäuses wobei das obige Bild schon etwas verraten hat…….

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